• Antonia Kobald

Lombok

Nach 3 Nächten in Ubud haben wir uns entschlossen, nach Lombok zu fahren. Uns hat Bali zwar gefallen, jedoch ist die Insel sehr touristisch und man sieht kaum, wie die Einheimischen wirklick leben. Die Besitzerin der Unterkunft in Ubud hat uns dann gesagt, dass wir im Moment auf Grund der hohen Wellen nicht mit dem Speedboat nach Lombok fahren können. Sie hat die Räderei angerufen und die haben das bestätigt. Dies jedoch in ihrer Sprache und ob wirklich die Firma dran war, wissen wir noch heute nicht. Somit haben wir uns dann entschieden, mit dem Flugzeug nach Lombok zu fliegen.


Der Flug von Bali nach Lombok dauerte 30 Minuten. Wir haben uns zuerst für 3 Nächte in einem Homestay in Kuta (Lombok) niedergelassen. Das Homestay war sauber, komfortabel und ganz einfach eingerichtet. Die Besitzer wohnen selber in der Anlage und betreiben nebst einem Laden auch noch ein Restaurant.

In Kuta findet man alles was man braucht. Der Strand dort ist jedoch nicht speziell, weshalb wir uns einen Roller direkt in der Unterkunft gemietet haben. Mit diesem haben wir dann verschiedene Strände im süd-westlichen Teil der Insel besucht. Einer unserer Favoriten war der Tanjung Aan Beach, östlich von Kuta. Dort hatte es zwar mehr Touristen als am Mawun Beach, aber er hat uns optisch besser gefallen. Bei der Fahrt zum Mawun Beach sind wir über grosse Hügel gefahren, wo man eine traumhafte Aussicht über die Buchten von Lombok geniessen konnte.

Der Verkehr in Lombok ist sehr angenehm. Im Vergleich zu Bali steht man hier nie im Stau, ausser eine Kuhherde möchte die Strasse. Wir konnten auf Lombok sehr viele schöne Eindrücke sammeln, denn hier kann man wirklich noch sehen, wie die Einheimischen leben. Wir haben Steinbrüche am Strassenrand entdeckt und diese inspiziert. Nach einer Recherche auf Google, haben wir dann herausgefunden, dass das Goldminen sind.

Abfall und Umweltverschmutzung ist auf Lombok sowie auch in Bali ein sehr grosses Problem. Leider gibt es auch hier keine Entsorgungsstellen oder ähnliches. Überall liegt Müll am Strassenrand und in den Goldminen wird der Stein in Quecksilber gebadet, um das Gold heraus zu lösen. Das Wasser wir dann anschliessend einfach in die Wiese oder in den nächsen Fluss abgelassen. Auch Autos oder Roller fahren hier teilweise mit einer dichten schwarzen Rauchwolke rum.

Nach 3 Nächten in Kuta gingen wir weiter nach Sengiggi, welches der zweitgrösste Touristenort der Insel ist. Auch hier ist es aber nicht wirklich touristisch. Hier übernachteten wir in einem Hotel direkt am Strand. Da Indonesien auf dem Feuerring der Erde liegt, haben wir hier, nachts um 1 Uhr unser erstest Erdbeben erlebt. Uns blieb das Herz stehen. Das ganze Bett hat gewackelt und der Fernseher ist fast umgekippt. Da wir direkt am Meer waren, hatten wir dann Angst wegen eines Tsunamis und haben deshalb nicht sehr gut geschlafen.

Unser bestes Erlebnis auf Lombok war, als wir mit einem platten Reifen an unserem Roller, ganz verloren am Strassenrand standen. Es war schon dunkel und wir hilflos, weil wir nicht wussten, wo die nächte Garage war. Plötzlich hielt ein Einheimischer an und fragte ob er uns helfen kann. Er fuhr ein Stück weiter und bat uns dort zu warten. Er kam zurück und sagte, dass wir ihm zur nächsten Garage folgen sollen. Beim Mechaniker angekommen, fragten wir zuerst was ein Reifenwechsel kosten würde. 80'000 IRP (umgerechnet 4 CHF) sollte ein neuer Schlach für den Roller kosten. Da wir nicht genung Geld dabei hatten, lieh der Mechaniker mir sein Roller um zum nächsten Bankomat zu fahren. Strom gab es in seiner Garage nicht er hatte aber eine Notstromgruppe und einen Kompressor - Garage ist übertrieben, das war ein Schuppen mit Tor. Der Mann erzählte uns von den Gili Inseln und wir bedankten uns und machten noch eine Foto mit ihm.

Wir machten auch hier einige Ausflüge mit dem Roller. Der schönste Strand hier war der Pantai Sengiggi 3 und der Pantai Nipah. Der Sengiggi 3 Strand war menschenleer, hier waren wir ganz alleine. Der Nipah Strand war nur von Einheimischen besucht, weshalb wir hier sogar mit Lokals reden und den Kindern beim plantschen zuschauen konnten.

Lombok hat uns definitiv besser gefallen als Bali, weil man hier wirklich noch einen Einblick in das einheimische Leben erhält. Nächster Halt ist Gili Trawangan.

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